Raketentechnik am Polarkreis – Trainingswoche Esrange 2012


Anfang diesen Jahres hatten die Experten von SSC, DLR und ESA wie üblich alle Rexus/Bexus Teams zur Trainingswoche eingeladen, um mehr über Raketen und Ballons zu lernen, verschiedene Vorträge über raumfahrtbezogene Themen zu hören und um das Preliminary Design Review abzuhalten. Der Austragungsort der Woche wechselt jährlich zwischen Oberpfaffenhofen und Esrange und so waren wir sehr erfreut zu hören, dass unsere Trainingswoche in Schweden stattfinden würde.
Vollgepackt mit warmer Kleidung flog unser Team zunächst nach Stockholm. Von dort aus flogen wir mit allen anderen Teams weiter nach Kiruna, welches uns mit vorhergesagten -25° Celsius willkommen hieß. Mit Bussen ging unsere Reise dann weiter zur Raketenbasis, wo uns nach Ausgabe der Security-Cards ein tolles Abendessen erwartete. Noch in der gleichen Nacht hatten wir das Glück einige Polarlichter entdecken zu können. Nicht wissend, dass wir in der Woche noch deutlich stärker zu Gesicht bekommen würden, waren wir sehr begeistert über die grünen Lichtbänder die sich schwach über uns hinweg bewegten.
Der nächste morgen begann früh und unsere Zeitplan war straff. Obwohl die Vorlesungen natürlich sehr interessant und hilfreich waren, waren wir trotzdem sehr froh über die nie abreißende Kaffee Versorgung durch die (hervorragende) Kantine der Basis. Am Abend trafen wir alle Teams und die Experten zur Pubnight und konnten uns so gegenseitig besser kennenlernen. Wir bekamen außerdem den Hinweis, dass am nächsten Tag unser PDR stattfinden würde.
Während am nächsten Tag die anderen Teams eine Rundfahrt übers Basisgelände machten, blieben wir also im Hauptgebäude zurück um das Design unseres Experimentes der Expertenrunde vorzustellen und mit ihnen darüber zu diskutieren. Außer wenigen unklaren Punkten, konnten wir mit unserem Design überzeugen und waren nach Abschluss des PDRs nun froh den Rest der Woche in vollen Zügen genießen zu können.
In den folgenden Tagen gab es einen Schneeskulpturen-Wettbewerb und wir hatten das Glück wirklich großartige Polarlichter sehen zu können. Waren die ersten noch schwach und grünlich schimmernd gewesen, so waren diese teilweise sogar rot und bewegten sich schnell über den Nachthimmel. Für den Wettbewerb bauten wir eine Rakete aus Schnee, mit unsere Nutzlast inklusive Segel aus Aluminiumfolie auf der Spitze. Der verdiente Gewinner war aber das Team AMES aus Frankreich, das eine komplette Nacht damit verbrachte ein großes Iglu zu bauen. Glückwunsch!
Der Freitag stand ganz im Zeichen von Freizeit und so besuchten wir gemeinsam die Eisenerzmine und anschließend das Icehotel in Kiruna. Auf dem Weg dorthin kreuzten Rentiere die Straße, was den Busfahrer zu der ein oder anderen Vollbremsung veranlasste.
Abends gab es ein tolles Abschiedsdinner und viele Leute nutzten anschließend die beim Schneeskulpturen-Contest gebaute Icebar des Team Ceress aus München, welche die Form eines übergroßen Bierkruges hatte. Am nächsten Morgen ging es in aller Frühe zurück in die Heimat.

Wir danken allen Experten, Organisatoren und den anderen Teams für diese großartige Trainingswoche!

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